Plattendecken
Verlegeanleitung


Verzeichnis


Top Die Deckenplatte

  • Die Plattendeckenelemente sind im Prinzip 4-5 cm dick.
  • Die Plattendeckenelemente enthalten die untere statisch erforderliche Bewehrung, die technologische Gitterträgerbewehrung, sowie alle Aussparungen, Schrägen, ...
  • Auf der Baustelle wird die statisch erforderliche Oberbewehrung, die Fugenbewehrung und eventuelle andere Zulagen verlegt.
  • Bei zweiachsig gespannten Decken ist ebenfalls noch eine zusätzliche durchgehende Unterbewehrungslage quer zu den Gitterträgern auf dem Betonbrett nötig.


Top Verlegeplan - Maßkontrolle

Aufgrund Ihres Bauausführungsplans erstellen wir einen Deckenverlegeplan und Einzelelementpläne. In der Ausführungsphase stehen wir Ihnen für alle Fragen zur Verfügung.
Diese Detailpläne enthalten alle für die Herstellung wichtigen Angaben, wie :
  • Positionsnummern
  • Einbaustelle der einzelnen Elemente
  • Angaben über die Montageunterstützungen
  • Bewehrung der Stoßfugen
  • Auflagerlängen
  • Elementabmessungen
  • Bewehrungsquerschnitte und -überstände
  • Aussparungen

Diese Pläne erhält der Kunde oder sein verantwortlicher Bauleiter, Architekt oder Statiker, um die Verlegeprinzipien, alle Maße und Bewehrungen verantwortlich prüfen zu können.

Eine Decke kann erst gefertigt werden, wenn die Ausführungspläne vom Kunden zur Produktion freigegeben sind.



Top Vorbereitung für die Deckenverlegung

a < 3,5 cm : Randabstützung
b > 3,5 cm : keine Randabstützung
c tragende Mauer

Auf der Baustelle sorgen Sie für die statisch erforderlichen Auflagermauern, Tragkonstruktionen, Balkenschalungen und Montageabstützungen.

Die Plattendeckenelemente benötigen ebene Auflager. Falls diese nicht vorhanden sind, werden die Deckenelemente in ein Mörtelbrett verlegt. Wände welche keine Lasten abtragen dürfen, werden erst nach dem Betonieren der Decke hochgemauert.

Die Plattendeckenelemente sollen zwischen 3,5 und 4,5 cm aufliegen.

  • Wenn Sie weniger als 3,5 cm aufliegen, dann sind Randabstützungen nötig.
  • Wenn die Auflagerlänge größer als 4,5 cm ist, werden die Deckenplatten in ein Mörtelbrett verlegt.
  • Bei einer Auflagerung zwischen 3,5 und 4,5 cm und für den Fall, daß einer von zwei Untergurtknotenpunkten bis auf das Auflager reicht, sind keine Randabstützungen nötig.

Die Montageunterstützungen werden im vorgegebenen Abstand vor dem Verlegen der Plattendecken montiert.

Die Montageunterstützung wird so angelegt, daß die Plattendeckenelemente ein leichte Überhöhung aufweisen (siehe hierzu DIN 1045).



Top Transport und Verlegen


Im Obergurtknoten anhängen

Die Deckenplatte werden meist mit 24-Tonnen Lastzügen ausgeliefert. Daher ist ein Zufahrtsweg mit den nötigen Maßen und dem erforderlichen festen Untergrund von Wichtigkeit. Falls Sie hier besondere Probleme haben, bitten wir Sie, mit uns Rücksprache zu nehmen, um die Transporte auf die Erfordernisse anpassen zu können. Falls ein externer Autokran hinzugezogen wird, so ist ebenfalls der nötige Platz für diesen Kran vorzusehen.

Die Platten werden mit einer 8-Hakenkette an den Kran angehängt.
Das Anhängen der Deckenelemente sollte etwa auf 1/5 der Elementegesamtlänge vom Elementrand aus erfolgen.
Der Spreizwinkel an der Anhängung wird kleiner als 60° gewählt.
Die Kettenhaken werden immer in den Obergurtknotenpunkten der Gitterträger eingehängt.

Beim Verlegen beachten Sie natürlich die nötigen Sicherheitsmaßnahmen für Kranarbeiten, wie Tragen des Schutzhelmes, nicht Aufhalten unter schwebender Last, Beachtung von Stromleitungen, ...



Top Vorbereitungen vor dem Betonieren

  • Über die Fuge der Elemente wird eine Elementstoßbewehrung und eventuelle andere Eisenzulagen gemäß den Angaben Ihres Statikers eingelegt.

  • Bei zweiachsig gespannten Decken wird die diesbezügliche Unterbewehrungslage auf dem Betonbrett verlegt.

  • Falls Installationsleitungen verlegt werden müssen, so werden diese nach dem Verlegen der Stoßbewehrung, in Absprache mit Ihrem Statiker auf der Decke verlegt.

  • Zum Schluß wird die obere Bewehrung gemäß einem von uns getrennt erstellten Verlegeplan, bzw. gemäß dem Bewehrungsplan Ihres Statikers verlegt.

  • Die Oberbewehrung soll so eingebaut sein, daß sie beim Einbetonieren nicht verschoben oder nach unten getreten wird.

  • Aussparungen, Beischalungen, Elementbeschädigungen usw. werden einliegend verschalt und danach verspachtelt, falls die Decke nicht verputzt werden soll.




Top Betonieren

Direkt vor dem Betonieren wird die Decke angefeuchtet. Bei Ihrem Betonlieferanten haben sie einen Beton in der vorgeschriebenen Güte bestellt.

Während des Betonierens prüfen Sie, ob alle Abstützungen ihre Funktion richtig übernehmen.

Der Beton wird beim Einbau verdichtet.



Top Fertig ist die Decke

Bei Verwendung der Alpha-Beton-Plattendecke erhalten Sie eine Stahlbetondecke die höchsten Ansprüchen genügt.

Kleinere Beschädigungen an den Deckenplatten sind ohne Einfluß auf die Festigkeit, die Dauerhaftigkeit oder die Qualität der Sichtfläche. Solche optische Fehlstellen werden vor dem Streichen oder Tapezieren einfach verspachtelt.

Die fertig betonierte Decke bleibt bis zum ausreichenden Aushärten des Betons unterstützt.

Die nötigen Ausstützfristen hängen unter anderem von der bestellten Betongüte und von der Umgebungstemperatur ab.

Falls Sie hierzu besondere Fragen haben, wenden Sie sich and Ihren Statiker, Architekt oder Betonlieferanten.



Hinweis:
Alle in dieser technischen Dokumentation von uns gemachten Angaben beruhen auf den von uns bekannten Angaben, aus den bauaufsichtlichen Zulassungsbescheiden, sowie auf unserer Erfahrung. Unsere Angaben können kein Grund dazu sein, uns in irgendeiner Weise rechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Alle statischen Berechnungen, Bauaufsicht, Bausführung, ... obligen dem Kunden und dies gemäß den gültigen Normen und den allgemeinen Regeln der Baukunst.